2014  |  Sonstige  |  EBP-ID: 21600

Intensivsportarten als ergotherapeutische Maßnahme bei Kriegsveteranen mit posttraumatischer Belastungsstörung und Depression: Machbarkeitsstudie zur „Ozeantherapie“ mit Veteranen der Operation "Enduring Freedom" und der Operation "Iraqi Freedom"

Rogers CM, Mallinson T, Peppers D. High-intensity sports for posttraumatic stress disorder and depression: feasibility study of ocean therapy with veterans of operation enduring freedom and operation iraqi freedom. American Journal of Occupational Therapy 2014; 68(4): 395-404. doi.org/10.5014/ajot.2014.011221.

Abstract

Die folgende nutzerfreundliche Studienzusammenfassung von Katharina von Garnier ist unter dem Titel „Intensivsportarten als ergotherapeutische Maßnahme bei Kriegsveteranen mit posttraumatischem Stresssyndrom und Depression am Beispiel von „Ozeantherapie“ in der Zeitschrift ergoscience (ergoscience 2015; 10(3): 126–8) veröffentlicht und wurde dem DVE freundlicherweise vom Schulz-Kirchner Verlag für die EBP-Datenbank zur Verfügung gestellt. Zum Einstellen in die Datenbank musste der DVE redaktionelle Änderungen vornehmen. Die Original-Studienzusammenfassung, wie sie in der ergoscience erschienen ist, können Sie über https://www.skvshop.de/de/ beziehen.

Ziele der Arbeit

Was ist das Problem und was ist bisher darüber bekannt?

Über die Hälfte aller Erkrankungen von US-amerikanischen Kriegsveteranen aus Einsätzen in Afghanistan und dem Irak sind seelischer Natur (U. S. Department of Veterans Affairs, 2012). Ein Fünftel aller Kriegsveteranen leiden an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) (Seal, Bertenthal, Miner, Sen & Marmar, 2007). Diese Störung geht oft mit einer Depression einher (Gros, Price, Magruder & Frueh, 2012). Beide Diagnosen führen unter anderem zu sozialem Rückzug und damit abnehmenden menschlichen Beziehungen, geringerer seelischer Belastbarkeit und vermindertem Vertrauen in die eigene Stärke und Leistungsfähigkeit (Pietrzak, Johnson, Goldstein, Malley & Southwick, 2009). Ein weiteres Anzeichen ist eine erhöhte Risikobereitschaft, die manche Veteranen zu riskantem Verhalten wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Suchtmittelmissbrauch oder Aggressionen verleitet, um Gefühle wie „Unbesiegbarkeit“ oder Kick-Erlebnisse wie einen Adrenalinrausch zu erfahren (Elbogen, Wagner, Fuller, Calhoun & Kinneer, 2010; Killgore et al., 2008). Intensivsportarten wie Wellenreiten, Snowboarden oder Bergklettern bieten eine sozial akzeptierte Option, um solche Verhaltensweisen bzw. Verhaltenswünsche auszuleben (Diehm & Armatas, 2004). Kriegsveteranen, die nach ihrem Einsatz in das zivile Leben zurückfinden möchten, erleben bei der Ausübung dieser Sportarten bestimmte, ihnen aus dem militärischen Leben vertraute Anforderungen: Sie müssen sich physisch und psychisch verausgaben, um in einer nicht berechenbaren Handlung und Umwelt bestehen zu können (Morgan et al., 2001). Die hier vorgestellte Studie für Menschen mit PTBS ist eine der ersten Studien überhaupt, die zeigen, inwieweit die Anwendung von Intensivsportarten hilfreich oder durchführbar ist, um oben genannte Symptome zu mildern (Lawrence, De Silva & Henley,2010).

Was wurde in der Studie untersucht?

Die Studie untersuchte, ob eine sportorientierte Ergotherapie hier mit dem Fokus auf Wellenreiten (Surfen) als Ergänzungsbehandlung zu anderen medizinischen Maßnahmen bezogen auf Kriegsveteranen mit PTBS und Depression durchführbar ist. Die Studie wollte zwei Fragen beantworten:

  1. Nehmen Veteranen mit PTBS und depressiven Symptomen regelmäßig am Therapieprogramm teil und
  2. können die Studienteilnehmer nach dem fünfwöchigen Therapieprogramm eine Symptomverbesserung ihrer PTBS und Depression feststellen?
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Hinweis zu den Fachbegriffen

Erklärungen der EBP-Fachbegriffe finden Sie im Glossar.

Keywords

Keyword 1: Kriegsveteranen

Keyword 2: Posttraumatische Belastungsstörung

Keyword 3: Ozeantherapie

Weitere: Depression, depressive Episode/Depression, depressive Symptomatik, ergotherapeutische Interventionen, Ergotherapie, Erwachsene, Kriegsveteranen, Ozeantherapie, Posttraumatische Belastungsstörung, Reduktion von Symptomen, Sport, Surfen, Symptomatik, Symptombelastung

Filter

Diagnose(n)/Symptomatik

Psychische/psychosomatische Erkrankungen, Verhaltensstörungen
  • Affektive Störungen (z.B. Bipolare Störung, Depression)
  • Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (z.B. Phobien, Zwang, dissoziative Störungen)

Altersgruppe(n)

  • Erwachsene

Zielgruppe(n)

  • Patient:innen/Klient:innen

Interventionen

Spezifische Aktivitäten (Training von Betätigungsfertigkeiten, Restitution)
  • Training im Bereich Spiel, Freizeit, Erholung (z.B. Entspannung, Feldenkrais)
  • Sonstige (z.B. Aktivitätsgruppen, Virtuelle Realität, digitale Angebote)
Sonstige Interventionen
  • Psychosoziale Therapien

Berufsgruppe(n)

  • Ergotherapie beteiligt
DVE-Studienzusammenfassung erstellt von: © Sabine George und © Helga Ney-Wildenhahn, 2020